Eigentlich wollte ich ja bis 29. Oktober mit diesem Eintrag warten. Dann wären exakt zwei Monate Blogabstinenz vollendet gewesen. Da das alles erstens gar keinen Sinn macht und zweitens bestimmt niemanden aufgefallen wäre, gibt's das Update eben schon heute.
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Jössasmaria! Da war also mal diese Taufe Anfang September in einem winzig kleinen Örtchen im Grünen. Freunde von uns sind seit Juni nun auch (wie nahezu alle, die wir kennen) zu Dritt und das will gefeiert werden. Für Anfang des neunten Kalendermonats waren die Temperaturen an jenem Samstag doch recht bescheiden. Alle warteten vor der Kirche auf den Pfarrer. Es wurde noch länger gewartet und dann noch ein bisschen länger. Während eines Telefonats zwischen Taufkindvater und dem Geistlichen stellte sich heraus, dass es in unserem Bundesland mehrere Orte mit demselben Namen gibt...
Man verlegt die Warterei in das (einzige?) Gasthaus der Gemeinde und gut war's. Achja, die Taufe fand dann auch irgendwann noch statt.
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Too fast too furious. Mir kommt es so vor, als hätte ich meinen Bikini ausgezogen und einen nahtlosen Übergang zur Daunenjacke hingelegt. Sorry, aber das geht mir alles zu schnell. Ein paar (Kilo) selbstgeklaubte Maroni habens dann doch zwischenzeitlich geschafft, einen Hauch von Herbstfeeling nachhause zu bringen. Ende September. Seit gestern steht allerdings "Bratapfel" auf dem Duftkerzenölprogramm. Damit die Stimmung endgültig den äußeren Umständen angeglichen wird.
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Da war es nur noch eine. Fellmarschall M., die ältere der beiden Miezen und Mama von Fellmarschall E. ist weg. Ja, es war nervig, die beiden seit dem heurigen Frühsommer mehrmals täglich von der Wohnung im 2. Stock in den Garten zu lassen und wieder rein zu holen und wieder runter zu bringen und so weiter...Aber das Gejammere von unglücklichen Wohnungskatzen (oder einfach Katzen, die sich etwas in ihren Kopf gesetzt haben) ist einfach unerträglich. Vor allem um fünf Uhr morgens.
Jedenfalls haben wir uns versklaven lassen und uns nach den ständig wechselnden Ausgehbedürfnissen unserer befellten Untermieter gerichtet.
Ich habe keine Ahnung, was mit M. passiert ist. Seit drei Wochen ist sie verschwunden. Und ihr nervtötendes Gemaunze fehlt mir mehr als die Ruhe angenehm ist.
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Wieder älter. Seit ein paar Tagen bin ich dreiunddreißig. Ob ich mir mein Leben in diesem Alter damals als 18-Jährige so vorgestellt habe? Ganz bestimmt nicht. Es wäre unmöglich gewesen, sich die meisten Dinge, die mich bisher am stärksten geprägt haben, auch nur ausdenken. Diese Erkenntnis hilft mir ein wenig dabei, mich von meinem Planungs- und Kontrollzwang zu befreien. Denn die wirklich großen Einschnitte im Leben passierten bis jetzt einfach so. Ohne mein Zutun. Ich muss eindeutig lockerer werden.
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Frau S. Gegenüber der Eingangstür unseres Büros liegt die Wohnung einer alten Witwe. Dement, fast blind, schwerhörig und beim Gehen schon sehr langsam. Fast jeden Tag klopft sie mehrmals bei uns und fragt, um wie viel Uhr welcher ihrer Betreuer, Ärzte, Fußpfleger, etc. vorbei kommt. Sie kann ihren Kalender nicht mehr lesen und die verbal mitgeteilten Termine nicht mehr behalten. Interessant finde ich dabei ja, dass sie genau weiß, dass sie sich nichts mehr merken kann, und entschuldigt sich dementsprechend häufig für ihre Hilfegesuche. Ich denke mir immer nur "hoffentlich bleibt mir so etwas erspart". Seit Wochen haben wir das Gefühl, es geht bergab mit ihr. Und dass heute Nachmittag die Zeitung immer noch vor ihrer Wohnungstür gelegen hat, scheint unsere Annahme nur noch zu bestätigen. Bei ihr anzuklingeln blieb auch aus genannten Gründen ohne Erfolg.
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Da hat ma Resturlaub. Und der will zumindest ein wenig reduziert werden. Herr Katzenklappe und ich vertschüssen uns also ab Sonntag für fünf Tage. Oléoléoléoléééé!
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